Posner Physiotherapie
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SCHLEUDERTRAUMA

- Schnelle Erstversorgung entscheidend -

© Peter Posner

Der Begriff Schleudertrauma ist derzeit nicht mehr aktuell, denn der neue Begriff f√ľr dieses Ereignis nennt sich jetzt "Beschleunigungsverletzung der Halswirbels√§ule".

Durch eine schnelle, peitschenartige R√ľckw√§rts - Vorw√§rtsbewegung des Kopfes kommt es zu Verletzungen (Zerrungen) verschiedener Strukturen im Bereich der Halswirbels√§ule.

Am h√§ufigsten betroffen von dieser Verletzung sind Autofahrer, bei denen die Kopfst√ľtzen scheinbar nur Alibifunktion haben. Aber selbst mit richtig eingestellten Kopfst√ľtzen ist ein Schleudertrauma nicht immer zu verhindern. Schon ein leichter Auffahrunfall kann, nach einem beschwerdefreien Zeitraum von einigen Stunden, bis Tagen, zu einem Problem werden.

Es beginnt mit Muskelverspannungen der Hals - Nackenmuskulatur und leichten Kopfschmerzen. Das Kopfdrehen bereitet Schmerzen, es entsteht h√§ufig auch ein Gef√ľhl, als k√∂nne die Halsmuskulatur den Kopf nicht mehr tragen. √úbelkeit, Schwindel, Tinnitus, sogar Schluckbeschwerden k√∂nnen weitere Merkmale dieses Traumas sein.

Beschwerden in dieser Vielfalt k√∂nnten durch eine vern√ľnftige, kompetente Erstversorgung deutlich minimiert werden. Dies erfordert aber schnelles Handeln. Und hier legt das Hauptproblem. Da die Betroffenen nach einem Auffahrunfall zun√§chst kaum Beschwerden haben, vergeht wertvolle Zeit. Der Schreck des Geschehens, das verbogene Blech, die Schuldfrage, Austausch von Versicherungsdaten und und und... , alles dies steht im Vordergrund. Da bei einem leichten Unfall dieser Art kein Blut flie√üt, ist scheinbar auch nichts passiert, es besteht also kein Handlungsbedarf. Und diese Unwissenheit r√§cht sich nach sp√§testens einigen Stunden oder nach ein bis zwei Tagen.

Bei schwerwiegenden Unf√§llen, bei denen Notarzt oder Rettungssanit√§ter die Erstversorgung √ľbernehmen, ist das Schleudertrauma zwar bekannt, und wird auch versorgt, leider aber altherk√∂mmlich. Die bekannte Schanz`sche-Krawatte, die um den Hals der Verunfallten gelegt wird, ist zwar die richtige Ma√ünahme, aber eine halbherzige. Warum halbherzig? Weil diese Verletzung (Zerrung von Muskeln, Sehnen Fascien, Nerven, Gelenkkapseln, Gef√§√üen) wie eine akute Zerrung im Sportbereich zu versorgen ist.

Kein Sportphysiotherapeut w√ľrde auf die Idee kommen, eine akute Zerrung warm zu verpacken, es w√§re ein "Kunstfehler". Denn die Schanz`sche Krawatte ist ein vorgeformter Verband aus Watte oder Schaumstoff und stabilisiert so die HWS. Neben dieser Stabilisierung h√§lt sie den HWS-Bereich aber auch warm. Somit werden Verletzungen f√∂rmlich ausgebr√ľtet und k√∂nnen dadurch u.

U. eskalieren. Das hei√üt, Einblutungen, wie auch Infiltration anderer Sekrete, die sekund√§r durch raumfordernde Schwellungen zur Kompression von Nervenstrukturen f√ľhren k√∂nnen, werden aufgrund dieser fahrl√§ssigen Handlungsweise, massiv gef√∂rdert. Dieser "Kunstfehler" wird bei der Erstversorgung eines Schleudertraumas bedauerlicherweise Tag f√ľr Tag wiederholt, aus Unwissenheit (?) oder Gedankenlosigkeit (?). √úber die weitgehend vermeidbaren Beschwerden f√ľr die Betroffenen selbst und die vermehrten Folgekosten durch Rehama√ünahmen, die sich daraus auch f√ľr die Versicherungen ergeben, darf man gar nicht nachdenken. Es geht hier also um Schadensbegrenzung in vielerlei Hinsicht.

Welcher Weg der raschen Erstversorgung ist nun der richtige?

Um nach der akuten Verletzung (Zerrung) m√∂gliche Einblutungen, die mit starken Schwellungen einhergehen k√∂nnen, schnellstm√∂glich - innerhalb von max. 15 Minuten - zu verhindern, sollte eine kalte Halskrawatte, von ca. + 4¬į bis + 6¬į Celsius, angelegt werden. Dieser Ma√ünahme muss h√∂chste Priorit√§t einger√§umt werden, um die zuvor genannten Folgesch√§den auf ein Minimum zu reduzieren. So ist JEDEM, der einen solchen Unfall erleidet, zu empfehlen, selbst wenn noch keine Beschwerden empfunden werden, im n√§chstgelegenen Haus sich mindestens einen feuchtkalten Halswickel zu beschaffen. Dies mag √ľbertrieben erscheinen, ist m. E. aber die einzig richtige Ma√ünahme. Die Aussprache mit dem Unfallgegner kann dann sogar mit "k√ľhlem Kopf" gef√ľhrt werden.

Diese k√ľhlenden Wickel sollten st√§ndig erneuert werden, ca. alle 20 Min., je nach Schwere des Unfalles, √ľber einen Zeitraum von zwei bis zu vier Stunden. Nur so sind Folgeprobleme gering zu halten. Wer sich einmal die M√ľhe macht, nur eine halbe Stunde lang, in einer viel befahrenen Hauptstra√üe, die vorbeifahrenden PKWs, dahingehend in Augenschein zu nehmen, wie deren Kopfst√ľtzen eingestellt sind, wird mit Erschrecken feststellen, dass im Durchschnitt ca. jeder 3. PKW falsch- bzw. zu niedrig eingestellte Kopfst√ľtzen hat. Bemerkenswert dabei ist, dass dies besonders auf j√ľngere Fahrerinnen und Fahrer zutrifft. Da Auffahrunf√§lle, besonders bei Anf√§ngern/Innen, wohl eine nicht zu untersch√§tzende Unfallursache darstellen, ist nach dem "Warum" zu fragen.

Es muss nun auch hinterfragt werden, ob in der derzeitigen Fahrschulausbildung - Erste Hilfe Kurs

- auf diese Problematik √ľberhaupt eingegangen wird. Au√üerdem w√§re es w√ľnschenswert, als Pflicht-Beilage zum Verbandskasten, eine oder eine auf die Sitzpl√§tze bezogene Anzahl Einmal-K√ľhlkompressen vorzuhalten. Nur m√ľssen die Insassen auch damit umgehen k√∂nnen. Hier scheint noch viel Aufkl√§rung n√∂tig.

Crashtests mit Probanden

Um abzukl√§ren, ob ein Auffahrunfall mit ca. 15 Stundenkilometern grunds√§tzlich zu einer Verletzung der HWS f√ľhren kann, machten der Orthop√§de Dr. W. Castro von der Universit√§t - M√ľnster und der Unfallingenieur S. Meyer Crashtests mit freiwilligen Probanden. Der Test sollte eine Standardunfallsituation simulieren. Szenario: Ein PKW h√§lt vor einer roten Ampel und von hinten wird auf diesen aufgefahren. Damit die Probanden den Crash nicht vorzeitig bemerken wurden ihnen die Augen verbunden und √ľber Kopfh√∂rer wurde Musik eingespielt. Im Anschluss an dieses Experiment wurden die Probanden mehrfach untersucht und es zeigte sich, dass in keinem Fall ein krankhafter Befund vorlag. In einem zweiten Versuch wurden auf einem Jahrmarkt Autoskooterfahrer untersucht, die mit etwa derselben Geschwindigkeit aufeinander sto√üen wie die Probanden beim PKW-Test. In diesem Fall waren allerdings keine Kopfst√ľtzen vorhanden. Somit ein deutlich geringerer Schutz. Ergebnis dieser Untersuchung: Bei keinem Skooterfahrer wurden Beschwerden gefunden, also kein Schleudertrauma diagnostiziert. Fazit der Tester: Bei Kollisionen mit einer Geschwindigkeit von ca. 12 bis 15 Stundenkilometern treten keine Verletzungen der Halswirbels√§ule auf. Somit haben diese Tests im Grunde genommen scheinbar einen wahrhaft objektiven Hintergrund.

Nur ist hierbei ein Tatbestand offensichtlich nicht einkalkuliert worden. Und zwar der des Bereitschaftspotentials oder des Erwartungspotentials. Was ist ein Bereitschaftspotential oder Erwartungspotential? Diese Begriffe haben etwas mit willentlicher Vorbereitung des Körpers oder des Geistes auf ein kommendes Ereignis zu tun. Weder verbundene Augen noch ablenkende Musikberieselung können das bevorstehende Ereignis einem Probanden, der ja eine Erwartungshaltung hat, aus dem Gedächtnis verbannen.

Ein Proband mit dieser Vorgabe ist in jedem Falle vorbereitet. Dies zeichnet sich dadurch aus, dass eine minimal erh√∂hte Muskelvorspannung vorhanden ist, um das Bevorstehende abzufedern. So ist auch bei Autoskooter-Fahrern - unterbewusst - dieses Erwartungspotential vorhanden, in st√§ndiger Erwartung eines m√∂glichen Zusammensto√ües, durch Muskelvorspannung einer Verletzung vorzubeugen. Es ist nicht davon auszugehen, dass ein solches Erwartungspotential bei einem Autofahrer/In im √ľblichen Stra√üenverkehr vorhanden ist, es sei denn, Er/Sie sieht die Gefahr kommen. So ist auch nicht davon auszugehen, wie beim Autoskooter, dass im allt√§glichen Stra√üenverkehr jeden Moment eine Karambolage droht. Somit sind Verletzungen auch bei 12 bis 15 Km/h vorprogrammiert, wenn ein solches Ereignis eine/n PKW-Fahrer/In v√∂llig unvorbereitet trifft.

Bei h√∂heren Geschwindigkeiten, die noch zu ermitteln w√§ren, wird auch Muskelvorspannung eine Verletzung der Halswirbels√§ule nicht mehr abfedern k√∂nnen. Selbst das Training zum Aufbau einer kr√§ftigen Halsmuskulatur kann vorbeugend nur begrenzten Schutz bieten. Die Formel 1 - Fahrer, Michael Schumacher & Co., die bei Kurvenfahrten ihrer Rennstrecken gewaltige Zentrifugalkr√§fte kompensieren m√ľssen, absolvieren u. a. nat√ľrlich auch ein intensives Trainingsprogramm zur Kr√§ftigung ihrer Halsmuskulatur.

Es ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass neben einer guten Vorbereitung, durch rechtzeitiges Erkennen einer Gefahr, richtig eingestellte Kopfst√ľtzen, schnelles Handeln und richtige Erstversorgung, gr√∂√üerer Schaden abgewendet werden kann.

Therapiemöglichkeiten

Ist nun der Fall der F√§lle eingetreten, d. h. das erworbene Schleudertrauma ist "konservativ" erstversorgt worden, also ohne die rechtzeitige K√ľhlung, steht den Betroffenen h√§ufig ein dornenreicher Weg bevor. Es geht jetzt nur noch um Schadensbegrenzung; d. h. Nachbesserung vers√§umter Ma√ünahmen und die richtige Nachbehandlung dieser Verletzungen.

Die ersten drei bis vier Tage nach dem Ereignis haben k√ľhlende Halswickel - jetzt bei ca. +10¬į bis +15¬į C weiterhin Priorit√§t. Die Schanz`sche Krawatte sollte nur stundenweise bei Schmerzen, evt. nachts, und h√∂chstens drei bis zu vier Tagen getragen werden. Dieses muss sehr individuell gehandhabt werden. Einen K√∂nigsweg der Behandlung bzw. Heilung dieses Traumas gibt es bislang nicht.

Durch zunächst milde Wärmeanwendung und sanfte klassische Massagetherapie (M.sternocleidomastoideus, Mm. scaleni, M. trapezius, M. splenius capitis et. cervicis, M. levator scapulae, M.serratus posterior superior, M. rhomboideus minor) die nach ca. 6 bis 8 Tagen begonnen werden sollte, ist eine Reduktion der Beschwerden zu erzielen. In der weiteren Folge sollte dann mit koordinativen Bewegungstechniken und Muskelaufbautraining weiter verfahren werden. Später können auch feindosierte, exzentrische Techniken eingesetzt werden.

Nach meinen Erfahrungen sind auf diese Art die Beschwerden dieser Beschleunigungsverletzung der Halswirbelsäule mit guten Prognosen zu behandeln. In schweren (chronischen) Fällen ist diese Therapieform in größeren Abständen - acht bis zwölf Monate - zu wiederholen.

Aber bedenken Sie: Lieber durch eine schnelle, optimale Erstversorgung (kalter Umschlag) vielleicht zur Belustigung der anderen beitragen, als monatelang bohrende, ziehende Kopf- und Nackenschmerzen ertragen !

Also, seien Sie bem√ľht alles richtig zu machen, selbst wenn Ihnen von "kompetenter Seite" m√∂glicherweise etwas anderes erz√§hlt werden sollte. Es ist IHRE Halswirbels√§ule, die eine schnelle Erstversorgung ben√∂tigt und nicht die Halswirbels√§ule derer, die Ihnen - aus welchen Gr√ľnden auch immer - vermeintlich "bessere" Ratschl√§ge erteilen wollen.

Sollte dies vers√§umt werden, m√ľssen SIE das Resultat erleiden. Nachholen ist dann jedoch nicht mehr m√∂glich!

Mona Lisa

Ein sicherer Schutz?

Verfasser:

Peter Posner

Lindenstraße 50

25524 Itzehoe

Englische Version

W h i p l a s h

( CENTRIFUGING TRAUMA )

- Competent initial treatment is essential -
In Germany, the term "centrifuging trauma" is not current; the new term for this event is
"Acceleration injury of the cervical vertebra column."

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This rapid, whip-like motion results in forward movement of the head, causing strain to structures in the area of the cervical vertebra column. Motorists whose head rests are incorrectly adjusted are affected most frequently by this injury. But even with correctly adjusted head rests, whiplash can still occur. Even a minor rear-end collision can eventually, after a pain-free period lasting from a few hours to a few days, lead to problems. First there may be minor stiffness in the shoulders and neck and a slight headache. Turning of the head may cause pain. There may also be a feeling that the neck has trouble supporting the head. Sickness, giddiness, tinnitus, and even problems with swallowing can result from this trauma.

It is clear that such symptoms can be minimized by sensible, competent initial treatment. This, however, requires fast action; and here lies the main problem. Since often the subject does not complain of pain immediately following a rear-end collision, valuable time passes. The psychological impact of the event, the bent sheet metal, financial concerns, exchanging of insurance data...--all these issues stand in the foreground. Since in this kind of minor accident no blood is seen, it is assumed that no medical action is required. But after a few hours, or at most a couple days, this ignorance is cleared up.

In fatal accidents in which the doctor or paramedic takes over the first aid, whiplash is often identified, and treated with traditional methods. The Schanzian Tie, which is typically placed around the neck, is indeed the correct measure. Unfortunately, it is a half-hearted one. Why half-hearted? Because these injuries-- the acute strain of muscles, tendons, fascien, nerves, joints, vessels-- call for the same immediate attention that would be given to an athletic injury.

It would never occur to a physical therapist to pack an acute strain warmly; this would be considered malpractice. The Schanzian Tie is a stiff structure of cotton wool or foam rubber which stabilizes the vertebral column. However, it also keeps it warm, and in this way, additional problems--hemorrhages, buildup of fluids, compressed nerves-- are brought about. Unfortunately this malpractice, whether due to ignorance or thoughtlessness, is typical in the early treatment of whiplash. And it leads not only to perfectly avoidable physical problems, but to the considerable financial expense of protracted treatment and rehabilitation.

So, what is the best course of initial treatment?

In order to prevent the hemorrhages that often accompany an acute strain, a cold compress (approx. + 4 ¬į to + 6 ¬į C, or 40¬į F), should be applied within 15 minutes. At the very least, anyone who suffers such an injury should find (at a nearby house, for example) a damp, cold cloth to apply, even if there is no noticeable pain. (This way, any negotiations that need to be carried out with the other driver can be handled with a cool head!) The cold compress should be changed every 20 minutes or so for 2 to 4 hours, depending on the seriousness of the accident.

An interesting note: if you observe cars passing on a main road for 30 minutes, you will see that in every third car, the headrest is adjusted incorrectly. This is particularly true of younger drivers--an unfortunate irony, when you consider the frequency of rear-end collisions among beginning drivers. How can this be allowed?

Crash tests with probands

In order to clarify whether a rear-end collision at approx. 10 miles per hour can lead to an injury of the vertebral column, orthopedist Dr. W. Castro of the University of M√ľnster and specialist in car accidents S. Meyer conducted crash tests with voluntary subjects. The tests simulated a standard accident situation. Scenario: A sedan waits at a red light and is hit from behind. In order to keep the subjects from anticipating the collision, music was played to them through headphones. After the experiment, the subjects were examined repeatedly. None of these examinations showed any sign of injury. A second experiment was conducted at an amusement park with bumper cars travelling at a comparable relative speed. In this case, however, no head rests were available, leading to a lower level of protection. Result of this investigation: not a single case of centrifuging trauma was dignosed among the drivers who were examined. The testers concluded that in cases of collision at the speed of approx. 7 to 10 miles per hour, injuries of the vertebral column do not occur. Thus, these tests are apparently objective.

However, these conclusions are misleading, since one key element is not sufficiently accounted for: the anticipation of the accident by the subjects. In the case of the bumper cars, the drivers were in a permanent state of alert, and therefore were prepared, mentally and physically, for the collision. And even in the crash tests done by Castro and Meyer, the subjects would have had at least a slight expectation of the imminent crash; a bit of distracting music could not prevent this. The effect of this is that a minimum level of muscle tension is always maintained, in order to prevent the worst. In a real-life situation, a driver often would not have this advantage. In such cases, injuries do in fact occur, even at speeds of 7 to 10 miles per hour. At higher speeds, even the muscle tension caused by anticipation cannot protect the driver from injury of the vertebral column. Having the neck of a linebacker may help, but only up to a point. NASCAR drivers like Dale Jarrett must cope with such tremendous centrifugal force as they move around the ovals, that they require special training to strengthen their neck muscles.

One can assume that with a) preparedness; b) anticipation of collision; c) properly adjusted headrests; and d) quick and proper first aid, the risk of whiplash can be reduced significantly.

Therapy Options

In the worst case scenrio--or in other words, in cases where whiplash is treated in the usual way, neglecting punctual cooling of the neck--the options for treatment are extremely limited. Treatment at this point is a matter of damage control.

During the first three to four days after the event, I would prioritize keeping the neck cool--approximately 55¬įF-- by wrapping it with a damp cloth. The Schanzian Tie should only be used in the case of pain, and should be applied only for an hour at a time for a maximum of eight days after the event. Treatment must be handled according to individual needs.

To date, there is no perfect treatment for whiplash. Reduction of pain can be achieved by applying heat and classical massage therapy (to the following muscles: M. sternocleido-mastoideus, Mm. scaleni, M. trapezius, M. splenius capitis et cervicis, M. levator scapulae, M. serratus posterior superior, M. rhomboideus minor) beginning approx. 10 to 14 days after the injury occurs. To follow up, the therapist should continue with PNF techniques and muscle-strengthening exercises. Later on, finely-tuned resistance exercises can be applied.

According to my experience, the healing process for whiplash can be significantly accelerated with these treatments. In severe (chronic) cases, therapy may need to be repeated in intervals of eight to twelve months.

But consider:

Although you may provide amusement for certain "well-informed" skeptics with your damp neck cloth, it is far better to get funny looks for a limited amount of time than to deal with longer-term neck problems. After all, it's YOUR neck that this is all about, and it deserves the best possible treatment. The skeptics can treat their own necks however they want.

If you don't act immediately and in the proper way, you are the one who must suffer the consequences. There is not much that can be done afterwards.

The author wishes to thank Wendy Olson for the translation services.

© Peter Posner 2002

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